Praxiswissen Instandhaltung

Condition Monitoring: Zustandsdaten richtig in die Instandhaltung integrieren

Condition Monitoring ist kein Selbstzweck. Es soll Veränderungen sichtbar machen, die mit einem relevanten Fehlermechanismus zusammenhängen und rechtzeitig eine geplante Reaktion ermöglichen.

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Fachlich geprüft: 10. August 2026 · Von Jonas M. Falkenberg

Vom Fehlermechanismus zur Messgröße

Vor der Sensorwahl sollte geklärt werden, welcher Fehler erkannt werden soll und welche physikalische Größe sich vorher verändert. Lagerprobleme können andere Signaturen haben als Schmierstoffmangel, Unwucht, Verschmutzung oder elektrische Fehler.

Trend wichtiger als Einzelwert

Ein einzelner Messwert kann durch Last, Umgebung oder Messposition beeinflusst werden. Konsistente Messbedingungen und Trendverläufe liefern häufig mehr Aussage als eine isolierte Grenzwertüberschreitung.

Alarm ist noch kein Arbeitsauftrag

Ein Alarm sollte qualifiziert werden: Ist er persistent? Passt er zum Betriebszustand? Welche Folge hat die Abweichung? Automatisch erzeugte CMMS-Aufträge sind nur sinnvoll, wenn die Logik ausreichend zwischen relevantem Zustand und Messrauschen unterscheidet.

ISO 17359 als allgemeiner Rahmen

ISO 17359:2018 beschreibt allgemeine Leitlinien für den Aufbau eines Zustandsüberwachungs- und Diagnoseprogramms für Maschinen. Sie unterstützt die systematische Auswahl von Überwachungsverfahren, ersetzt aber keine maschinenspezifische Fachbewertung.

Diese Seite erklärt allgemeine Instandhaltungsprinzipien. Konkrete Arbeiten an Maschinen, elektrischen Anlagen, Energiequellen oder Sicherheitseinrichtungen müssen nach den geltenden Standortverfahren, Vorschriften und durch entsprechend qualifizierte Personen erfolgen.