Reaktive Instandhaltung
Run-to-Failure kann bei nichtkritischen, preiswerten und schnell austauschbaren Einheiten sinnvoll sein, wenn ein Ausfall keine wesentlichen Sicherheits-, Umwelt- oder Produktionsfolgen erzeugt. Als Standardstrategie für kritische Anlagen ist sie meist teuer.
Präventive Instandhaltung
Präventive Arbeiten werden nach Zeit, Nutzung oder Zyklen ausgelöst. Sie sind besonders sinnvoll, wenn Verschleiß oder Alterung erkennbar mit Nutzungsdauer zusammenhängt oder regelmäßige Inspektionen einen relevanten Fehler rechtzeitig finden können.
Zustandsorientierte Instandhaltung
Zustandsorientierte Wartung nutzt messbare Merkmale wie Schwingung, Temperatur, Ölzustand, Druckdifferenz oder Inspektionsbefund. Entscheidend ist nicht die Menge an Sensorik, sondern ob die Messgröße einen relevanten Fehlermechanismus mit ausreichender Vorwarnzeit abbildet.
Predictive Maintenance
Vorausschauende Verfahren nutzen Trends, Statistik oder Modelle, um zukünftige Zustände oder Ausfallwahrscheinlichkeiten abzuschätzen. Ein komplexes Modell ist nur dann nützlich, wenn daraus rechtzeitig eine bessere Instandhaltungsentscheidung entsteht.
Strategiemix nach Kritikalität
| Frage | Bedeutung |
|---|---|
| Welche Folgen hat der Ausfall? | Bestimmt den erforderlichen Risikoumfang. |
| Ist der Fehlerzustand erkennbar? | Voraussetzung für Condition Monitoring. |
| Gibt es ein alters-/nutzungsabhängiges Muster? | Spricht für geeignete zeit-/nutzungsbasierte Aufgaben. |
| Wie lang ist die Vorwarnzeit? | Muss für Planung, Teile und Eingriff ausreichen. |
| Existiert Redundanz? | Kann die Ausfallfolge reduzieren – sofern die Reserve verfügbar ist. |